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Autor: Arthur Golden
Verlag: btb Verlag
Genre: Romane & Erzählungen
Erscheinungsdatum: Dez. 2000    Meine Wertung: 0
Zusammenfassung: Laut Arthur Goldens fesselndem ersten Roman bedeutet das Wort "Geisha" nicht "Prostituierte", wie ignorante Abendländer zuweilen vermuten -- sondern vielmehr "Kunstgewerblerin" oder "Künstlerin". Um das Geisha-Erlebnis für die Erzählkunst einzufangen, trainierte Golden so lange und so hart wie jede Geisha, die die Kunst der Musik, des Tanzes, der klugen Konversation, des cleveren Kampfes mit konkurrierenden Schönheiten und der geschickten Verführung wohlhabender Kunden meistern muß. Nachdem er seinen akademischen Grad in japanischer Kunst und Geschichte an der Harvard und der Columbia Universität erhalten hatte -- und seinem M.A. für Anglistik -- lernte er in Tokio einen Mann kennen, der der uneheliche Sohn eines angesehenen Geschäftsmannes und einer Geisha war. Diese Begegnung inspirierte Golden dazu, zehn Jahre lang jedes Detail der Geisha-Kultur zu erforschen. Dabei stützt er sich hauptsächlich auf die Erfahrungen der Geisha Mineko Iwasaki, die Jahre damit verbrachte, die ganz Reichen und die ganz Berühmten zu bezaubern.
Das Ergebnis ist ein Roman mit der breiten gesellschaftlichen Leinwand (und der Liebe zum Zufall) eines Charles Dickens und der Beobachtungsgabe für die Feinheiten des erotischen Manövrierens einer Jane Austen. Der Leser erlebt das gesamte Leben einer Geisha mit, von ihren Anfängen 1929 als verwaistes Mädchen in einem Fischerdorf, über die triumphale Versteigerung ihrer "Mizuage" (Jungfräulichkeit) als Teenager zu einem Rekordpreis, bis hin zu ihren späten Jahren als die angesehene Geliebte ihres mächtigen Traumkunden mit einem Hang zur Nostalgie. Wir erfahren, daß eine Geisha eher mit der abendländischen Idee einer Frau als Statussymbol vergleichbar ist als mit einer Prostituierten -- und daß, wie bei Austen, unverholene Prostitution und früher Tod für eine Frau die Alternative zum repressiven, obskuren System der Brautwerbung sind. In einfacher, eleganter Prosa führt uns Golden direkt zur Geisha in die Teestube; wir sind dabei, während sie -- in einer gesellschaftlichen Situation, in der durch eine geistreiche Bemerkung, eine allzu offenherzige (oder zuwenig offenherzige) Zurschaustellung von nackter Haut unter dem Kimono oder ein boshaftes Gerücht, das von einer Rivalin "so gemein wie eine Spinne" verbreitet wird, Karrieren gemacht oder zerstört werden -- anmutig um ihr Leben kämpft .
Goldens Netz ist fein gesponnen, doch sein Buch hat einen ernsthaften Makel: die wahre Romanze der Geisha klingt hohl -- die Liebe ihres Lebens ist ein Symbol, nicht eine Figur. Ihre niederträchtige Geisha-Nemesis ist scharf gezeichnet, aber sie wäre deutlicher erkennbar, wenn wir einen tieferen Blick in die Gründe für ihre motivlose Bösartigkeit bekämen -- in das Elend, das alle Geishas teilen. Trotzdem, Golden hat den Grand Slam der Belletristik gewonnen. Er hat eine überzeugende Protagonistin in einer anschaulichen, mittlerweile untergegangenen Welt geschaffen. Großartig fängt er die Kultur Japans ein, indem er seine Gedanken in authentischen fernöstlichen Metaphern zum Ausdruck bringt.